HUMANISMUS
Die größte Falle der
Verführung und Vorreiter des Antichristes
WAS SAGT DIE BIBEL?
…die
Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet.
Meidet allen bösen Schein.
1 Thessalonicher 5
Quelle:https://www.geistlicher-felsen.de/humanismus-groesste-falle-der-verfuehrung-und-vorreiter-des-antichristen
Einführung &
Definition
Humanismus
Oft denkt man, dass Humanismus etwas relativ
Unwichtiges sei und keine Kraft habe. Aber dies ist ein großer Fehler. Einen
ersten Hinweis bekommen wir im 1. Brief des Johannes. In Kapitel 5 Vers 19 heißt
es:
"Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die
ganze Welt liegt in dem Bösen."
Das ist eine erstaunliche Feststellung, dass die ganze
Welt in dem Bösen liegt. Und wer ist dieser Böse? Es ist Satan.
Aus der Sicht Gottes gibt es also nur zwei Arten von
Menschen: Diejenigen, die unter der Gerechtigkeit Gottes sind, die sich unter
Seine rechtmäßige Herrschaft gestellt haben, und diejenigen, die nicht unter
seiner Herrschaft stehen, die in Rebellion sind; und das ist die ganze Welt mit
Ausnahme der Gläubigen. Satan hat die ganze Welt unter seiner Kontrolle. Wir
wollen uns damit beschäftigen, wie er diese Kontrolle ausübt und welche Mittel
er einsetzt.
Als Nachfolger Jesu Christi befinden wir uns in einem
Himmel und Erde umspannenden Konflikt. Die Mächte, denen wir begegnen, sind
"Personen ohne Körper" böse, geistliche Mächte im Bereich des
Unsichtbaren, die sich jeder wahren Gerechtigkeit widersetzen und danach
trachten, die Herrschaft Satans über die ganze Welt zu errichten
Unsere Verantwortung in diesem Konflikt ist
einzigartig, weil Christus ganz allein uns den geistlichen Durchblick und die
Waffen gegeben hat, die notwendig sind um den Sieg zu erlangen. Die Regierungen
und Armeen dieser Welt, die ausschließlich auf natürlicher Ebene operieren,
haben keinerlei Verständnis und Einsicht bezüglich dieses Konflikts, und sie
haben auch nicht die Kraft und die Macht, um mit den satanischen Mächten im
unsichtbaren Bereich angemessen umzugehen. Ganz im Gegenteil: Ohne es
wahrzunehmen, werden sie selbst von diesen Kräften manipuliert und
kontrolliert.
Eine wesentliche Voraussetzung, um den Sieg zu
erlangen, ist, das Wesen dieser Kräfte in ihrer Vorgehensweise in jeder
Situation zu erkennen.
Wenn man die aktuellen weltweiten Entwicklungen
verfolgt und darüber nachdenkt, müsste zu erkennen sein, dass es eine Macht
gibt, die immer mehr an Kraft gewinnt. Es ist das Wesen einer bösen,
betrügerischen Macht, die der Satan in Bewegung setzt, um in der Endzeit, also
am Ende dieses Zeitalters, seinen Plan zur Vollendung zu führen. Es ist
der HUMANISMUS.
Viele sind der Meinung, dass der Humanismus eine
verhältnismäßig harmlose Form der Lebenseinstellung sei. Wenn man aber ein
Lexikon zur Hand nimmt, um sich die Definition dieses Wortes anzuschauen, wird
man überrascht sein, um nicht zu sagen bestürzt:
"Die Verneinung jeglicher Kraft oder moralischer
Werte, die dem Menschen (der Schöpfung) übergeordnet ist; die Zurückweisung und
Ablehnung von Religion zu Gunsten des Glaubens, dass sich die Menschen (die
Schöpfung) aus eigenem Antrieb weiterentwickeln wird."
Unter Humanismus (Hellenismus) versteht man also die
Erhöhung des Menschen und die Abwertung Gottes und Seines Wortes.
Die Wurzel des Humanismus
Zwei Worte in dieser Definition müssen besonders
aufhorchen lassen: Ablehnung und Zurückweisung. Der Humanismus ist eine äußerst negative starke Kraft,
die Gott beiseite schiebt und den Menschen an Seine Stelle setzt. Diese Kraft ist überall in unserer Kultur am Wirken.
Wenn wir die Wurzeln des Humanismus verstehen wollen, dann müssen wir ganz an
den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. In 1. Mose
3,1-7 lesen wir folgendes
über die Versuchung von Adam und Eva im Garten Eden:
"1 Und die Schlange war
listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie
sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens
dürft ihr nicht essen? 2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von
den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; 3 aber von den
Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr
sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht
sterbt! 4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet
ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr
davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend
Gutes und Böses. 6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur
Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war,
Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch
ihrem Mann bei ihr, und er aß. 7 Da wurden ihrer beider Augen
aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten
Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze
Hier ist zu erkennen, dass der Humanismus keine
geistlich neutrale Kraft ist. Ganz im Gegenteil, es ist eine vorsätzliche
Verneinung und eine Ablehnung der Kraft Gottes und seiner Autorität. Es ist
eine antichristliche Religion. Aus diesem Grund kann es sein – und oft ist dies
auch der Fall – dass er in Schulsystemen gelehrt wird und somit wird ein Riegel
vor die christliche Lehre als solche geschoben.
Geistliche und kulturelle Quellen des Humanismus
Man kann den Humanismus durch die Geschichte
zurückverfolgen; angefangen beim Traum Nebukadnezars von einem Bildnis, dessen
Haupt (Kopf) aus Gold war, seine Arme und seine Brust aus Silber, sein Bauch
(Leib) und seine Lenden aus Bronze und seine Beine (Füße) aus Eisen.
Der Prophet Daniel deutete dies als Vorschau auf vier
heidnische Reiche, die nacheinander entstehen würden. Das Haupt (der Kopf)
stand für Babylon, Brust und Arme für Medo-Persien, der Bauch (Leib) und die Lenden
für Griechenland und die Beine (Füße) für Rom (Daniel 2,31-40).
Ein Schlüsselfaktor sollte einen großen Eindruck auf
uns haben, nämlich, dass die Organe, die zur Fortpflanzung dienen, in dem Teil
des Bildnisses zu finden sind, die mit Griechenland zu identifizieren waren,
Leib und Lenden. Mit einem Hintergrundwissen der griechischen Philosophie kommt
man zur Erkenntnis, dass es Griechenland ist, mehr als all die anderen
angeführten Reiche, das sich durch seine Philosophie in späteren Kulturen
fortpflanzen würde.
Zwei der frühen griechischen Philosophen, von denen
wir noch heute Aufzeichnungen besitzen, sind Heraklitus und Protagoras. Drei
der von ihnen überlieferten Aussagen lauten: „Alle Dinge fließen“, „Du
kannst niemals zweimal in den selben Fluss steigen“ und „Der Mensch ist
das Maß aller Dinge“. Es ist erstaunlich, in wie weit diese drei Aussagen
den Grundgedanken des Humanismus zusammenfassen. Sie behaupten, dass alles
relativ sei; es gäbe keine moralischen oder gesetzlichen Absolute; und der
Mensch sei die höchste Autorität im Universum.
Es ist außerhalb des Blickfeldes dieses Beitrags zu
analysieren, inwieweit diese Denkweise sich formgebend ausgewirkt hat, und zwar
zunächst auf Europa – als Konzept der zeitgenössischen
"Zivilisation". Die Griechen verehrten den menschlichen Geist. Ein
perfekter Geist, der sich selber betrachtet, über sich selber nachsinnt – das
war Aristoteles’ Konzept von Gott, das er als gültig ansah. Denn er fand, dass
nichts Geringeres es wert war, betrachtet zu werden. Aus dieser ganzen
Philosophie hat sich der Rationalismus entwickelt.
Zusätzlich zu dieser Philosophie beinhaltete die
griechische Kultur als ein weiteres Element die Überbetonung von sportlichen
Wettkämpfen. Die von ihnen veranstalteten Olympischen Spiele waren in Wahrheit
die Vergötterung sportlichen Könnens, was im 20. Jahrhundert wiederbelebt
wurde. Heute haben internationale Sportveranstaltungen die höchsten
Einschaltquoten im Fernsehen
Die Griechen neigten ebenfalls dazu, die eheliche
Beziehung zwischen Mann und Frau herabzuwürdigen, und die homosexuelle
Beziehung zwischen zwei Männern als "intellektuell befriedigender oder
erfüllender" anzusehen. In ihrer Bildhauerei wurde die ihrem Geschmack
nach ideale, männliche Körperform gewöhnlich nackt dargestellt, wogegen die
weibliche Form immer mit irgendeiner Form von Kleidung bedeckt war.
Die sogenannten "Götter" der Griechen
stellten alle die menschlichen, moralischen Unzulänglichkeiten zur Schau:
Begierde, Unzucht, Eifersucht, Rachsucht und hinterlistige Täuschung so wird
also das völlige Fehlen jedweder bindender, moralischer Grundwerte deutlich erkennbar.
Diese Einstellung brachte den Menschen dazu, sich frei zu fühlen, sich selbst
als Gott zu sehen, und seine eigenen moralischen Grundwerte festzulegen. Denn
selbstverständlich kann man ja von Niemandem erwarten, dass er über dem Niveau
seiner eigenen Götter lebt.
Das Ergebnis des Humanismus
All diese Auswirkungen dieses griechischen Humanismus
wurden in der westlichen Kultur in zunehmendem Maße deutlich sichtbar. Es gibt
eine offene und bewusste Ablehnung von Gottes gerechten Gesetzen und von den Bündnissen,
die Er mit den Menschen eingegangen ist, zunächst durch Mose und später durch
Jesus Christus. Es hat sich gezeigt, dass der Humanismus schlussendlich alles
glauben und tolerieren wird, mit Ausnahme der gerechten Wahrheit.
Diese Erhebung des Menschen ist die Macht, die
letztlich dem Antichristen zum Aufstieg verhelfen wird. Sein Name ist
"eines Menschen Zahl" (vgl. Offb 13,18), des Menschen der Sünde
(Gesetzlosigkeit), der sich widersetzt und sich selbst über alles, was Gott
genannt oder verehrt wird, erhebt, und sich sogar in Gottes Tempel setzt und
sich selbst für Gott ausgibt (vgl. 2Thess 2,3-4).
Die Heilige Schrift offenbart uns, dass er alle, die
die Liebe zur Wahrheit abgelehnt haben, unter seine Herrschaft bringen wird.
Aus diesem Grund wird Gott ihnen eine mächtige Verblendung senden, so dass sie
"die Lüge" – die Urlüge, glauben werden, mit der Satan unsere Urahnen
täuschte: "Ihr werdet wie Gott sein" oder "wie Götter".
Diese Erhöhung des Menschen, der den Platz Gottes einnehmen wird, wird die
"große Trübsal" herbeiführen – eine Zeit weltweiter Qual, die so
schrecklich sein wird, dass sie sogar den Holocaust von 1939 bis 1945
übertreffen wird (vgl. Mt 24,21-22).
Vor dieser letzten Zeit der Trübsal will Gott noch in
umfassendem Maße Seine Absichten sowohl für Israel als auch für die Gemeinde
umsetzen. Der Ernte zum Gericht wird eine Ernte der Gnade vorangehen. Gottes
Vorbereitung hierfür wird in Sacharja 9,13 offenbart; "Ich will deine
Söhne, Zion, aufbieten gegen deine Söhne, Griechenland."
Die "Söhne Griechenlands" sind diejenigen,
die die Täuschung des Humanismus annehmen. Die "Söhne Zion" sind
diejenigen, die sich auf das unfehlbare Wort Gottes stellen, und sowohl dessen
Verheißungen als auch dessen Bündnisse annehmen. Sie werden aus dem natürlichen
Israel und der bekennenden Gemeinde Jesu hervorgehen. Von ihnen wird man sagen:
"Und sie haben ihn [Satan] überwunden wegen des Blutes des Lammes und
wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis
zum Tod!" (Offb
12,11). Sie werden Menschen mit einer übergeordneten Priorität sein: den
Willen Gottes zu tun wird wichtiger sein als am leben festzuhalten.
Wenn wir nun der Herausforderung gegenüber stehen,
müssen wir uns folgende Frage stellen: Bin ich bereit, fest zu stehen als einer
der Söhne Gottes?
Der Anzahl nach sind wir gewaltig in der Unterzahl
gegenüber den Mächten des Humanismus. Dennoch können wir Mut fassen, wenn wir
Asa, den König aus Juda, als Beispiel betrachten. Als er sich den Eindringlingen
einer überragenden Armee gegenüber sah, verwandelte er die sichere Niederlage durch
sein verzweifeltes, eindringliches Gebet in einen totalen Sieg. Für uns heute
zeigt dieses Gebet ein wunderbares Modell auf, mit dem wir der selbsterhebenden
Macht des Humanismus entgegen treten können.
Weitere Konsequenzen des Humanismus
• Konsequenzen in der Gesellschaft
Die Bibel spricht ein klares Urteil über den
Humanismus, in dem sie sagt:
Jesaja
5,20-21
"20 Wehe denen, die das
Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu
Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem! 21 Wehe
denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig
halten"
Besser könnte man den Humanismus nicht beschreiben:
Eine totale Ablehnung aller absoluten Werte und eine vollständige Verdrehung
der Maßstäbe, die Gott dem Menschen gegeben hat. Genau das finden wir heute.
Wir sind umgeben von Leuten, die das Böse gut nennen und das Gute böse, und die
die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; Menschen, die Bitteres
zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem. Das ist es, was wir heute sehen – genau
so, wie es Jesaja damals beschrieben hat. Wir sind so sehr davon umgeben, dass
uns oft selbst gar nicht mehr bewusst ist, was hier eigentlich geschieht.
Auch in den Psalmen finden wir eine Beschreibung des
Zustandes unserer heutigen Gesellschaft:
Psalm
94,20
"Sollte mit Dir [Gott] verbündet sein der
Thron des Verderbens, der Unheil schafft gegen die Ordnungen?"
Hier ist von einem Thron die Rede, der in Rebellion
gegenüber Gott aufgerichtet wird. Es ist ein Thron, der Gesetze schafft, die
dem Gesetz Gottes widersprechen, und es für ungesetzlich erklären. Statt dessen
wird das, was Gottes Gesetz widerspricht, zum Gesetz erhoben. Die Welt ist auf
dem besten Weg dorthin. Abtreibung und Homosexualität werden legalisiert und
erfahren breite Unterstützung – und Menschen, die darüber anders denken, werden
verurteilt. In einigen europäischen Ländern ist Abtreibung etwas, worauf jede
schwangere Frau einen legalen Anspruch hat. Dort wird also offiziell unterstützt,
dass Menschen das tun, was böse ist. Somit wird das Böse gesetzlich
festgeschrieben. Und nicht nur das: Jeder, der diese verwerflichen Gesetze
nicht unterstützt, wird als illegal handelnd angesehen. Wir müssen sehr darauf
achten, nicht auch Teil dieses Systems zu werden. Es ist also nicht alles in
Ordnung und vor Gott akzeptabel, was die Regierungen von ihren Bürgern
heutzutage verlangen. Wenn Gesetze von uns etwas verlangen, was dem Gesetz
Gottes widerspricht und böse ist, müssen wir als Christen diesen Gesetzen
gegenüber ungehorsam sein.
Wenn man dies bisher noch nicht erkennen kann, muss
man aufwachen. Wir sollen keine Schlafwandler sein, sondern bewusst im Licht
des Wortes Gottes Seine Wege gehen. Das Licht des Wortes Gottes ist das einzige
Licht, auf das wir uns verlassen können, denn in der Welt wird "Finsternis
zu Licht" und "Licht zu Finsternis" gemacht.
Ein weiteres Bild für eine Gesellschaft, die vom
Humanismus geprägt ist, finden wir in
Jesaja
59 ab Vers 14:
"So ist das Recht zurückgedrängt, und die
Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz,
und die Geradheit findet keinen Eingang."
Die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz – es gibt
keinen Platz mehr für sie. Menschen lügen einander an, und die Wahrheit ist
nicht mehr von Bedeutung. Es gibt Menschen, die schreiben die Geschichte neu,
indem sie Lügen verbreiten. Manche sagten zum Beispiel, Jesus sei Palästinenser
gewesen – und man glaubt ihnen.
Im zweiten Teil des Verses heißt es, dass die
Geradheit keinen Eingang mehr findet, d.h., die Gerechtigkeit wird gebeugt und
es gibt keinen Raum mehr für faires Gericht. Lesen wir weiter in Vers 15
"Und so geschieht es, dass die Wahrheit fehlt,
und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt."
Es ist eine sehr bedeutsame Aussage, dass derjenige,
der sich vom Bösen fernhält, zum Opfer wird. Es wird eine Zeit kommen, in der
wir einfach nur gerecht leben müssen, um zur Beute zu werden, denn das ganze
System wird gegen die Gerechtigkeit aufgerichtet werden. Oft ist dies schon
heute der Fall. Heutzutage kann man als Kind beispielsweise dafür
"bestraft" werden, wenn man mit einer Bibel zur Schule kommt.
Andererseits unterweisen manche Lehrer ihre Schüler in okkulten Praktiken und
werden nicht dafür bestraft. Eines sollte uns klar sein: Wir werden in Zukunft
in einer mehr und mehr antichristlichen Atmosphäre leben müssen.
• Konsequenzen in Gemeinde und Familie
Leider müssen wir feststellen, dass der Humanismus
auch die Gemeinde Jesu und die Familien unterwandert hat. Wir wollen uns nun
damit beschäftigen, welche Konsequenzen dies hat.
In den Gemeinden erkennt man dies daran, dass
biblische Wahrheit und Normen abgelehnt und durch kulturelle Werte ersetzt
werden. Man passt sich der heutigen kulturellen Umgebung an und versucht, dies
zu legitimieren. In Wirklichkeit zensieren wir damit Gottes Wort und Seine
Gebote, weil nun wir darüber entscheiden, ob das, was Gott gesagt hat, akzeptabel
ist oder nicht. Hier haben wir es mit dem Geist des Antichristen zu tun, der in
die Gemeinde eingedrungen ist. Wir müssen also sehr aufpassen, wem wir Glauben
schenken, denn es gibt viele Menschen, die in der Gemeinde ein hohes Ansehen
genießen, dem Wort Gottes gegenüber aber nicht treu sind
Es gibt nur einen Schutz vor dieser Verführung: Wir
müssen die Liebe zur Wahrheit empfangen. Hast du diese Liebe empfangen? Wie
wichtig ist dir die Wahrheit?
Betrachten wir diese Problematik in Bezug auf das
Familienleben. Wenn die Familie aus den Fugen gerät, wird dies schlussendlich
den Zerfall der Gesellschaft nach sich ziehen. Deshalb greift Satan als
allererstes die Familien an. Viele Menschen behaupten, die Ehe sei nichts
weiter als eine kulturelle Einrichtung und das Heiraten lediglich der Abschluss
eines Sozialvertrags. Die Ehe ist jedoch keine Erfindung unserer heutigen
Kultur, sondern sie wurde vielmehr von Gott initiiert, bevor es überhaupt
Menschen gab.
Es gibt bezüglich der Ehe sicherlich auch einen
kulturellen Aspekt, denn die Hochzeit wird in verschiedenen Kulturen und
Ländern unterschiedlich gefeiert. Aber die Bedeutung und der Hintergrund der
Ehe verändern sich dadurch nicht, weil die kulturellen Prägungen nicht das
Wesen der Ehe sind.
Jesus wurde einmal von den Pharisäern gefragt, ob es
einem Mann erlaubt sei, sich wegen jeder beliebigen Ursache von seiner Frau
scheiden zu lassen (vgl. Mt 19,3). In den darauf folgenden Versen
finden wir die Antwort Jesu:
Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie
schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf und sprach: ‘Darum wird ein
Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die
zwei ein Fleisch sein’, – so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein
Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden."
(Mt
19,4-6)
Jesus bezog sich also nicht auf die von Menschen
geprägten kulturellen Bedingungen, sondern er ging an den Anfang zurück, zur
Absicht Gottes. Vielleicht weißt du, dass das hebräische Wort für das erste
Buch Mose übersetzt "Am Anfang" bedeutet. Jesus führte die Pharisäer
also ganz an den Anfang der Geschichte zurück, und drückte durch Seine Antwort
aus: Dies ist der Standard Gottes für die Ehe – und daran hat sich bis heute
nichts geändert!
Jesus akzeptierte also nur eine Norm für die Ehe – und
dies war nicht die Kultur der damaligen Zeit, sondern Gottes ursprüngliche
Absicht, als er die Ehe eingesetzt hat. Wir haben kein Recht, uns auf
irgendeine andere Norm zu beziehen als auf diese. Das Wort
"kulturell" wird von Menschen, die sich für besonders clever halten,
verwendet, um die klaren und eindeutigen Aussagen des Wortes Gottes zu
untergraben.
Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die Aussage
Jesu, dass Gott den Mensch als Mann und Frau geschaffen hat – und nichts
"dazwischen". Eine der Verirrungen unserer Zeit ist die große
Verwirrung zwischen männlich und weiblich. Ich habe anhand der Bibel
festgestellt, dass, wo immer diese Verwirrung beginnt, das Gericht Gottes nicht
mehr weit ist. Dies war in Sodom und Gomorrha der Fall, wo man ein drittes
"Geschlecht" erfand, das männlich und weiblich in sich vereinigte.
Leider ist dies auf ähnliche Weise auch heute wieder in Mode. Im Fall von Sodom
und Gomorrha kam irgendwann der Zeitpunkt, an dem Gott dem sündigen Treiben
nicht länger zusah und beide Städte ausradierte. Gottes Sichtweise bezüglich
Homosexualität und anderen sexuellen Verirrungen hat sich bis heute nicht im
Geringsten geändert. Sein Gericht über eine Stadt oder ein Land sieht zwar
nicht unbedingt immer gleich aus, aber wir sollten uns vorsehen, denn Sein
Standard ist seit Anbeginn der Zeit derselbe!
Beschäftigen wir uns nun mit den Ordnungen innerhalb
der Familie. Dies ist auch ein Bereich, der stark unter dem Einfluss des
Humanismus steht. Zu diesem Zweck möchten wir einen Abschnitt im 1. Brief des
Paulus an die Korinther betrachten. Alles, was dort steht, ist noch genau so
aktuell und zeitgemäß, wie an dem Tag, an dem es geschrieben wurde. Wir glauben
nicht, dass irgendeine Aussage der Bibel aus kulturellen Gründen nicht mehr
aktuell sein könnte. Kein kultureller Standard kann den Standard von Gottes
Wort verdrängen oder ersetzen. Ließ also die nachfolgenden Verse aus dem
Korintherbrief sehr sorgfältig, und frage dich ernsthaft, welche Aussage du für
nicht mehr aktuell hältst. Wenn du etwas an diesem Abschnitt für nicht mehr
zeitgemäß hältst, dann denke einmal darüber nach, warum dies so ist. Es ist
nicht an uns zu entscheiden, welche Aussagen der Bibel noch zeitgemäß sind und
welche nicht. Dieser Anspruch ist ein Ausdruck des Humanismus. Gerade auch
viele Frauen sind hinsichtlich der Aussagen in diesem Kapitel von den Kräften
des Humanismus unterwandert worden. Sie haben gewisse Normen des Wortes Gottes
auf die Seite geschoben und versucht, sie durch kulturelle Gepflogenheiten zu
ersetzen.
Kommen wir aber nun zu den Versen, die in unserer
heutigen Gesellschaft solche Kontroversen auslösen. In 1. Korinther11,3 sagt Paulus:
"Ich will aber, dass ihr wisst ..."
Man kann beobachten, dass, wann immer Paulus sagt:
"Ich will aber, dass Ihr wisst ...", die meisten Christen
gerade das, was sie wissen sollen, nicht wissen. Also:
"Darum will ich, dass ihr wisst, dass der
Christus das Haupt eines jedes Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann,
des Christus Haupt aber Gott."
Wie viel an diesen Aussagen ist kulturell bedingt?
Inwiefern hat es etwas mit Kultur zu tun, dass Gott das Haupt Christi ist?
Diese Hauptschaft Gottes ist durch die Kultur um keinen Deut verändert worden.
Genauso wenig sind die anderen Aussagen verändert worden. Das Haupt jeder Frau
ist der Mann. Aber leider haben wir heutzutage viele "kopflose"
Familien. Die Folge hiervon ist Verwirrung und schließlich der Zerfall der
Gesellschaft. In einem großen Teil der Fälle liegt die Hauptverantwortung
hierfür bei den Frauen, aber dies entbindet die Männer in keinster Weise von
ihrer Verantwortung! Leider haben viele Männer als Haupt der Familie abgedankt.
Ihre Frauen haben daraufhin oft die Verantwortung übernommen und den Platz
ihres Mannes eingenommen – mit dem Resultat, dass in den Familien Verwirrung
herrscht, diese auseinander brechen und Kinder zurücklassen, die nicht in der
Unterweisung des Herrn erzogen werden.
Ein Teil der Schuld für dieses Desaster liegt aber
auch bei den Gemeinden, weil der Stellenwert der Gebote und Ordnungen Gottes
oft nicht mehr richtig vermittelt wird. Dazu hat Gott uns niemals autorisiert.
Die Beziehungen in der Familie sollen die Beziehung
zwischen Gott Vater und Jesus widerspiegeln und sich daran orientieren. Man
stellt fest, dass viele Christen heute Angst davor haben, anders zu sein als
weltliche Menschen: Sie lassen es zu, dass die Normen der Welt sie diktieren.
Weißt du, wie man dies nennt? Man nennt es Feigheit! Hinterfrage dich einmal
selbst: Welchen Stellenwert hat es für dich, was andere Menschen über dich
denken und wie sie über dich sprechen? Ist es nicht viel wichtiger, was Gott über
dich denkt und sagt, als was der Arbeitskollege oder die Nachbarin von dir
hält? Die Bibel sagt, dass die Furcht vor Menschen in eine Falle führt
(vgl. Jos 23,13).
Im Hinblick auf die Familie gibt uns der Prophet
Maleachi eine wichtige Beschreibung der Endzeit. Dies sind, chronologisch
gesehen, die letzten Worte im Alten Testament, denn im Hebräischen ist der
Satzbau anders als im Deutschen. Das letzte Wort im hebräischen Urtext ist das
Wort "Fluch". Schon allein deshalb bin ich dankbar für das Neue
Testament, denn gäbe es das nicht, wäre "Fluch" das letzte Wort über
die Menschheit. Dieses Wort hat im Hebräischen eine schreckliche Bedeutung.
Damit wird etwas beschrieben, was dem Herrn ein Greuel ist, womit er nichts zu
tun haben will. Lesen wir diesen Abschnitt in Maleachi 3,23-24:
"Siehe, ich sende euch den Propheten Elia,
bevor der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz
der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen,
damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann [Fluch] schlage."
Ist dir aufgefallen, was den Fluch Gottes bringt? Es
ist eine zerbrochene Familienbeziehung, insbesondere eine zerbrochene Beziehung
zwischen Vätern und Kindern. Mit anderen Worten: Es hängt alles davon ab, wie
die Väter darauf reagieren. Das eigentliche Problem ist also nicht bei den
Müttern, sondern bei den Vätern zu suchen. Durch die Mütter manifestiert sich
dieses Problem oft, aber die Ursache liegt bei den Vätern. Es sind also zu
allererst die Väter angesprochen – und man kann nur hoffen, dass jeder Vater,
der diesen Beitrag liest, die Sache wirklich ernst nimmt! Dies ist von
entscheidender Wichtigkeit, und das weitere Schicksal des Volkes Gottes hängt
davon ab, wie wir darauf reagieren. Denn wo die Struktur der Familie
auseinander bricht, gibt es nichts mehr, was die Gesellschaft zusammenhalten
könnte. Leider leben wir heute tatsächlich in einer Gesellschaft, die aus den
Fugen geraten ist. Der Grund hierfür ist, dass die Familienstrukturen
zerbröckeln und unzählige Familien auseinander brechen. Es gibt nur eins, was
die Gesellschaft aufrechterhalten kann: intakte Familien.
Warnung vor Verführung
In Offenbarung 12,9 finden wir eine
Beschreibung des Bösen; dort wird er Drache, Schlange, Teufel und Satan genannt.
Es wird über ihn folgendes ausgesagt:
"Und es wurde geworfen der große Drache, die
alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis
verführt, ..."
Wir sehen also, wie Satan die ganze Welt unter
Kontrolle hält, nämlich indem er sie verführt. Seine stärkste Waffe ist
Verführung. Er hat die Macht, diejenigen, die Opfer seiner Verführung werden,
zu kontrollieren. Jeder gehört entweder zur einen oder zur anderen Gruppe.
Diejenigen, die unter der Herrschaft des gerechten Regenten Jesus Christus
stehen, gehören zum Königreich Gottes. Alle anderen Menschen (die Welt) stehen
unter der Herrschaft Satans. Er übt Kontrolle über sie aus, indem er sie
verführt, so dass sie nicht wirklich wissen, was er mit ihnen tut. Verführung
ist also Satans stärkste Einzelwaffe. Jeder von uns muss acht darauf haben,
nicht Opfer dieser Verführung zu werden.
Jesus sagt in Matthäus 24 prophetisch voraus, wie die
Welt am Ende des Zeitalters (in der Endzeit) aussehen wird. Ihm wurde die Frage
gestellt, was das Zeichen der Wiederkunft und der Endzeit sein werde. Viermal
innerhalb von 21 Versen warnt Jesus seine Jünger davor, nicht verführt zu
werden. Dieser ganze Text bezieht sich auf die Endzeit, und ich glaube, dass
wir in dieser Zeit leben.
Wenn selbst die Apostel gewarnt werden mussten, so
dürfen wir nicht meinen, dass wir keine Warnung nötig hätten. Ich glaube, die
größte einzelne Gefahr, der wir alle ausgesetzt sind, ist diese Verführung.
Jesus warnt seine Jünger mit den folgenden Worten:
"Seht zu, dass euch niemand verführe! Denn
viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie
werden viele verführen ..." (Mt 24,4-5)
"... und viele falsche Propheten werden
aufstehen und werden viele verführen..." (Vers 11)
"Denn es werden falsche Christusse und falsche
Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich,
auch die Auserwählten zu verführen ..." (Vers 24)
Wir möchten betonen, dass niemand meinen soll, er
könne nicht verführt werden. Wer so denkt, dem ist es wahrscheinlich bereits
widerfahren. Jesus hat gesagt, dass dies geschehen könne, und wenn man
diesbezüglich nicht mit Jesus übereinstimmt, dann liegt man falsch.
Warnung vor "Apostasie"
Das Wort "Apostasie" bezeichnet etwas sehr
Spezifisches. Es wird im ganzen Neuen Testament nur zweimal verwendet. Es
bedeutet die bewusste Abkehr von einer offenbarten religiösen Wahrheit. In der
ersten Bibelstelle, in der dieses Wort verwendet wird, geht es um Paulus, der
von den Juden bezichtigt wurde, er lehre Apostasie, indem er die Menschen vom
Gesetz des Mose wegbringe. Die zweite Schriftstelle, in der wir dieses Wort
finden, ist 2. Thessalonicher 2,3. Hier warnt Paulus die Gemeinde
vor der Apostasie mit den folgenden Worten:
"Dass niemand euch auf irgendeine Weise
verführe! Denn dieser Tag [der Tag des Herrn] kommt nicht, es sei denn, dass
zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart
worden ist, der Sohn des Verderbens"
Dann heißt es von diesem Menschen, dem Widersacher,
dass er sich über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist,
überhebt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott
(vgl. Vers 4). Die Person, um die es hier geht, ist der Antichrist.
Er wird der "Gesetzlose" genannt, der Mann,
der die Regierung Jesu bewusst zurückweist und sich selbst über Gott erhebt.
Aber dies kann nicht geschehen, bevor nicht die Apostasie, der Abfall,
eingetreten ist. Ich möchte es noch einmal wiederholen: Jesus wird nicht
zurückkehren, bis der Gesetzlose geoffenbart worden ist. Und dieser Mann wird
nicht offenbar werden, ehe nicht zuvor der Abfall in der Gemeinde Jesu den Weg
dafür geebnet hat.
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der
Antichrist nicht zum Zug kommen kann, bevor nicht ein Abfall in der
christlichen Gemeinde stattgefunden hat. Zuerst muss also in der Kirche ein
Abfall stattfinden, und dieser wird dem Antichristen den Weg bereiten. Im
Grunde genommen ist es das, was im Laufe dieses Jahrhunderts geschehen ist. Die
Autorität Jesu Christi und seines Wortes wurde in der Kirche systematisch
untergraben.
Die Gemeinde soll Gottes Abwehrschild sein, durch das
Er die Kräfte des Bösen zurückhält. Gott setzt der Finsternis durch diesen
Schild Grenzen, die sie nicht überschreiten kann und darf. Wenn die Gemeinde
jedoch abfällt und sich von der Autorität Gottes und seines Wortes abwendet,
dann gibt es nichts mehr, was die Kräfte der Gesetzlosigkeit zurückhält. Dies
wird heute überall auf der Welt sichtbar.
In weiten Teilen ist die Gemeinde abgefallen und hat
damit zugelassen, dass die Kraft Satans auf die Bevölkerung losgelassen wird.
Die Verantwortung liegt somit bei der Gemeinde. Und darum ist es das primäre
Anliegen Satans, den Glauben der Gemeinde zu unterwandern. Wo immer ihm dies
gelingt, ist der Weg frei für seine bösen Absichten. Ich möchte es noch einmal
wiederholen: Solange die Gemeinde Jesu zum Wort Gottes und zu der darin
geoffenbarten Wahrheit steht, wirkt sie wie eine Schranke für den Antichristen.
Wenn wir jedoch heute die Gemeinde als Gesamtes ansehen, wird klar, dass der
Abfall schon sehr weit fortgeschritten ist. Und indem dies geschieht, wird dem
Erscheinen des Antichristen Tür und Tor geöffnet. Wir alle sind mit dieser
Situation konfrontiert.
Wenn also Satan mit der Menschheit sein Ziel erreichen
möchte, muss es ihm gelingen, das jüdisch-christliche Erbe beiseite zu schieben
– zuerst einmal in den Völkern und Nationen, die ein jüdisch-christliches Erbe
haben. Das sind diejenigen Nationen, deren religiöser Hintergrund in der Bibel
zu finden ist. Die beiden Hauptgruppen sind die christlichen Gemeinden und die
Juden, die ein kostbares Erbe empfangen haben. Zu diesem Erbe gehört
selbstverständlich auch die Umsetzung dieser Offenbarung im Leben des
Einzelnen.
Humanismus ist sehr vielschichtig. Es durchzieht alle
Zeiten und Lebensbereiche und ist eine extrem machtvolle, teuflische Kraft, die
Gott beiseite schiebt und den Menschen an Seine Stelle setzt. Es ist die primäre
Kraft, die dem Antichristen den Weg bereitet. Deshalb müssen wir sein Wesen und
die Funktionsweise kennen um davor geschützt zu bleiben und dagegen vorzugehen.
Der Mensch – Von Natur aus gut oder böse? Gottes
Wort bringt Klarheit
Gottes Wort sagt: 1. Mose 8,21
"Das Trachten des menschlichen Herzens böse
ist von seiner Jugend an.
Das sind harte Worte. Erschütternd und scharf. Aber
sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die Bibel ist das einzige Buch auf der
Welt, das klar und korrekt die Ursache für die Not und das Leid der Menschen
diagnostiziert. Sie ist das einzige Buch das unser Problem treffend
diagnostiziert. - Unsere Sünde!
Nicht die Umwelt ist am Bösen schuld. Jeder von uns
ist von klein auf ichbezogen. Die Selbstsucht fließt durch alle Adern unseres
menschlichen Lebens. Deshalb gibt es Mord und Totschlag, Lug und Betrug,
Lieblosigkeit und Hass. Jeden Tag. Überall. Die Zeitungen berichten davon und
wir erleben es viel zu oft hautnah.
Der grundlegende Irrtum von Adam und Eva war ihr
Wunsch unabhängig von Gott gut sein zu wollen.
Sie traten in eine Beziehung, Unabhängigkeit von Gott, ein. Wenn die Bibel vom
alten Menschen spricht, dann geht das zurück auf den alten Adam. Adam bekam
erst als Rebell Kinder. Jeder Nachkomme Adams wird seither mit Rebellion in
seinem Herzen geboren. Das Wesen der Rebellion ist der Wunsch von Gott
unabhängig zu sein. Dies ist die Wurzel unser aller Probleme
Manche Menschen reisen um die halbe Welt um vor ihrem
Problem zu fliehen, doch sie werden es nie schaffen, weil sie ihr grundlegendes
Problem mitschleppen, wohin sie auch gehen. Das grundlegende Problem ist in
ihnen. Man kann nicht davor weglaufen. Sie können um die ganze Welt reisen,
aber sie nehmen es immer mit.
Dieses grundlegende Problem, das die Bibel Fleisch,
fleischliches Wesen, alter Mensch, oder alter Adam nennt, ist der Wunsch von Gott unabhängig zu sein.
Die Bibel sagt uns nicht nur, wo wir falsch liegen;
sie sagt uns auch, wie wir die Dinge wieder bereinigen können. Die
Grundausrichtung der Bibel ist immer positiv und nicht negativ. Sie stellt das
Negative nur heraus, um uns die Notwendigkeit des Positiven aufzuzeigen
Wir selbst können unseren Egoismus, unsere
Ichbezogenheit nicht ablegen. Egal, wie oft wir versuchen, freundlicher,
geduldiger und großzügiger zu sein – wir schaffen es nicht. Wir brauchen ein
neues Herz.
Die Bibel beschreibt es durch Paulus folgendermaßen:
Römer
7,14- 24
"Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich
ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich
vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern
was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe,
so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist. Nun aber vollbringe nicht mehr
ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, dass in mir, das ist
in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden,
aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich
nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber
das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die
in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das
Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren
Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in
meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in
Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?"
• Jesus Christus rettet und erneuert Menschen
Weil jedes Herz böse ist, kann kein Mensch mit dem
heiligen Gott Gemeinschaft haben. Doch Gott liebt jeden Einzelnen so sehr, dass
er unser Problem des bösen Herzens löst. Er selbst wurde in seinem Sohn Jesus
Christus Mensch. Er hatte ein gutes Herz, ein Herz voller Liebe. Jesus zeigte,
wie Gott ist. Er starb unschuldig an der Stelle von schuldbeladenen Menschen.
Drei Tage nach seinem grausamen Tod erweckte Gott Jesus von den Toten. Wer
Jesus Christus um Vergebung bittet, erfährt volle Vergebung seiner Schuld und
bekommt ein neues Herz.
Die Bibel kommentiert diese Umgestaltung so:
2.
Korinther 5,17
"Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine
neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!"
Hesekiel
36,26
"Und ich will euch ein neues Herz und einen
neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische
wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben"
Alles neu! Mit Jesus Christus beginnt ein neues Leben
mit neuen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Mit ganz neuer Perspektive!
Quellen:
Derek Prince über
dieses Buch: "Ich habe die Kraft und den Einfluss des Humanismus lange
Zeit unterschätzt. Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass der Humanismus
die Hauptkraft in dieser Welt - besonders in der westlichen Welt - ist, um das
Kommen des Antichristen vorzubereiten.
- Derek Prince - TL94 - Humanismus - Vorreiter des Antichristen
Römer 3:10
Denn es steht geschrieben: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;
Römer 3:23
denn alle haben gesündigt
und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, (die Herrlichkeit Gottes. Der
sündige Mensch hat die Herrlichkeit, die ihm Gott als sein Geschöpf und
Ebenbild gegeben hatte (vgl. 1Mo 1,26), verloren und verfehlt
Römer 5:12
Darum, gleichwie durch einen Menschen
die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod
zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben
Hebräer 11:6
Ohne Glauben aber ist es
unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er
ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.
Apostelgischichte 5:29
Aber Petrus und die Apostel
antworteten und sprachen: Man muss Gott
mehr gehorchen als den Menschen!
2 Timotheus 3:16
Alle Schrift[j] ist
von Gott eingegeben[k] und
nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in
der Gerechtigkeit,
1 Korinther 6:9-11
Wisst ihr denn nicht,
dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder
Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch
Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer,
noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche
sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt,
ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres
Gottes[a]!
Galater 1:6-9
Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst
von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen
Evangelium[d], während
es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das
Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel
vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was
wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!Wie wir es zuvor gesagt haben, so
sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium
verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht!
Galater 5:19-21
Offenbar sind aber die Werke des
Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit,
Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid,
Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich
schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes
nicht erben werden.
Johannes 12:48
Wer mich verwirft und meine
Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet
habe, das wird ihn richten am letzten Tag.
2 Chronik 14:10
Und Asa rief
den Herrn, seinen Gott, an
und sprach: Herr, bei dir ist
kein Unterschied, zu helfen, wo viel oder wo keine Kraft ist[b]. Hilf
uns, Herr, unser Gott, denn
wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diesen Haufen
gezogen! Du, Herr, bist unser
Gott! Vor dir behält der Sterbliche keine Kraft!
Sacharja 9:13
Denn ich habe mir Juda
gespannt, den Bogen mit Ephraim gefüllt, und ich will deine Söhne, o Zion,
erwecken gegen deine Söhne, o Griechenland, und will dich machen wie das
Schwert eines Helden!
Epheser 6:12
denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und
Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die
Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte]
der Bosheit in den himmlischen [Regionen].
🔴Glaube an Christus
und Humanismus➖sagt der PAPS
ist das BIBLISCH?
Lesen wir, was für eine ANTICHRISTLISCHE LEHRE die Jesuiten (Armee des Papstes und Satans Soldaten, getarnt unten
den Namen Jesus Orden) VERBREITEN,
„besonders”
der PAPST(=ANTICHRIST)- Franciscus - Jorge Mario
Bergoglio
Nicht erst als Papst, sondern
schon vor mehr als dreißig Jahren hatte sich Jorge Mario Bergoglio mit Fragen
des Humanismus und der Inkulturation des Christentums auseinandergesetzt. Die
Thesen zeigen die Kontinuität im Denken des argentinischen Jesuiten.
Dieser Artikel gibt - in einer
vom Heiligen Vater überprüften Fassung - einen großen Teil der Eröffnungsrede
und des Schlusswortes wieder, die der damalige Pater Jorge Mario Bergoglio an
die Teilnehmer eines internationalen Theologenkongresses richtete. Der Kongress
hatte das Thema „Evangelisierung der Kultur und Inkulturation des Evangeliums“,
war von Bergoglio vorbereitet und wurde an der Theologischen Fakultät der
Jesuiten in San Miguel (Argentinien) vom 2. bis 6. September 1985 gehalten. Er
wurde zur Vierhundertjahrfeier der Ankunft der Jesuiten in Argentinien
(1585-1985) veranstaltet; an ihm nahmen Theologen aus Nord- und Südamerika,
Europa, Asien und Afrika teil. Die Texte wurden in dem Buch „Evangelización de
la cultura e inculturación del evangelio“ (Buenos Aires, Guadalupe 1988)
veröffentlicht.
Als Johannes Paul II. in seiner
Rede an die Universitätsgemeinschaft von Löwen dazu aufforderte, „eine Pastoral
der Intelligenz voranzubringen“1, sprach er eine Wahrheit aus:
„Glaube und Kultur gehen beide aus dem unendlichen Reichtum des göttlichen
Wortes hervor, das zugleich Grund und Sinn, Quelle und Fülle ist.“2
Das Wort ist Quelle des Glaubens, der von Natur aus darauf ausgerichtet ist,
unser menschliches Leben auf seine Fülle hin wachsen zu lassen. Das Wort ist
auch Fülle der Kultur, weil im Besten einer jeden Kultur ein Aspekt dieses
Wortes in einer besonderen Weise inkarniert ist.
Auf dieser Grundlage fuhr der
Papst fort, seinen Gedanken zu erklären und sagte, dass
„der Glaube Quelle
der Kultur und die Kultur Ausfluss des Glaubens ist. Das ist die
Auffassung, die ihr sicher teilt und die mich dazu bestimmt hat, den
Päpstlichen Rat für die Kultur zu schaffen.“3
Kult und Kultur
Das Wörternest
„Kult, Kultur, Kultus“ in Dudens „Großem Wörterbuch der deutschen Sprache“ hat
es in sich. Das reicht von „Kult“ Nummer eins mit seinen antiken Kultustatuen
und Kultstätten und „Kult“ Nummer zwei mit seinen postmodernen Kultsängern und
Kultbüchern bis zu einem „Kultus“-Ministerium, und dazwischen tut sich über
sechs Spalten hinweg ein stichwortreiches, vielfältiges kulturelles Panorama
auf: Weit über hundert fettgedruckte „Kultur“-Wörter decken vom Kulturbeutel an
aufwärts so ziemlich alles ab, was den Menschen vom Tier unterscheidet.
Es ist ein
durchaus bodenständiges Wort, das sich in der Folge dann so hoch emporgeschwungen hat:
das lateinische Verb colere mit dem
Partizp Perfekt Passiv cultus, culta, cultum und den davon abgeleiteten Substantiven, der weiblichen cultura und dem männlichen cultus mit dem Genitiv cultūs. Das verb hatte
die hier und da noch fassbare Grundbedeutung „ein Land bewohnen“ – der incola, der „Einwohner“, erinnert noch
daran –, und von da war es nicht weit zu der seit alters geläufigen Bedeutung
„das Land bebauen, das Feld bestellen“. Unter dem Zeichen solcher
erdverbundener Sorge und Pflege ist das Wort bald in die höchsten Himmelssphären aufgestiegen; in
Ciceronianischer Zeit konnten die Römer mit diesem einen Verb colere ihr Feld „bestellen“ und ihr Vieh
„aufziehen“, ihr Leben „gestalten“, ihren Körper „pflegen“ und „schmücken“,
Freundschaften „pflegen“, die Alten „ehren“ und „achten“, die Götter „verehren“
und die Gesetze „hochhalten“.
Von den beiden
zukunftsträchtigen Ableitungen hat es die cultura
in der Antike zunächst nur bis zur agri
cultura, zum „Ackerbau“, gebracht.
Der Bauer hieß im Lateinischen agricola,
„Landbewohner, Landbebauer“, und im Anschluss an die „Agrikultur“ sprechen wir
ja bis heute von landwirtschaftlichen „Kulturen“. In seinen „Tuskulanischen Gesprächen“ hat Cicero
die Philosophie einmal bildhaft als eine cultura
animi angesprochen; doch
im klassischen Latein hat dieses einprägsame Bild von einer „Feldbestellung des Geistes“
zunächst noch keine Nachfolge gefunden.
Dagegen ist die
andere Ableitung cultus mit dem
Genitiv cultūs der
himmelstürmerischen Bedeutungsentwicklung des Verbs bis zu den „Kulten“ der
Götter hinauf gefolgt. Cultus: das Wort
bezog sich in der Antike zunächst auf eine sorgliche, pflegliche
Landwirtschaft, nun auch inklusive Viehzucht, doch dann weit über Rübenacker
und Schweinekoben hinaus auf eine
sorgfältige Körperpflege und gepflegte Kleidung, überhaupt auf einen
kultivierten, ja luxuriösen Lebensstil, auf eine verfeinerte Geistesbildung und
einen geschliffenen Redestil, auf Respekt und Ehrerbietung gegenüber achtbaren Mitbürgern und schließlich auf die
Verehrung, den „Kult“
der Götter. ( Was
sagt die Bibel darüber? Jesaja 44:6 Der Herr allein ist Gott – die Torheit
des Götzendienstes - So spricht der Herr, der König Israels, und sein
Erlöser, der Herr der
Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es
keinen Gott..)
Seither hat es
zwischen den Wortfeldern
von cultura, im Deutschen dann
„Kultur“, und cultus, im Deutschen
dann „Kult“, einen mächtigen Erdrutsch gegeben. Wohl
hauptsächlich um des lautlichen Gleichklangs mit der entsprechend von der
lateinischen natura abgeleiteten
„Natur“ willen bestellt die „Kultur“ heute das gesamte weiterstreckte jener
„Natur“ gegenüberliegende Bedeutungsfeld. Daher rührt die gute Hundertschaft
der in Dudens „Großem Wörterbuch“ aufgeführten „Kultur“-Stichwörter, und Cicero
hätte wohl seine helle Freude an dem grandiosen späten Siegeszug dieser cultura, der jüngst noch zu einer
„Gesprächskultur“ und einer „Streitkultur“, einer „Unternehmenskultur“ und einer
„politischen Kultur“ geführt hat.
Dem
„Kult“ war dagegen nurmehr eine Art Altenteil geblieben, zumal der nichtchristliche, heidnische
Götterkult der Antike oder der exotische Götterkult ferner Völker. Der
allgemeine Sprachgebrauch unterscheidet ja zwischen heidnischen Götter-„Kulten“
und christlicher Gottesverehrung, heidnischen „Kult“-Handlungen und
christlichen Gottesdiensten. Doch neuerdings haben bei diesen alten und fernen
Kulten noch die neuen und nahen Kultbands und Kultsänger, Kultbücher und
Kultautoren, Kultfilme und Kultregisseure Aufnahme gefunden. Cultura und cultus, „Kultur“ und „Kult“: Im Ganzen ist das ein verwirrliches Bäumchen-wechsle-dich-Spiel; aber macht
es nicht Sinn, dass der ekstatische, enthusiastische Dionysos und die
erotische, köpfeverdrehende Aphrodite mit ihren alten Götterkulten jetzt mit
allem, was hier und heute jeweils enthusiastischer, köpfeverdrehender „Kult“
ist, unter ein und dasselbe Stichwort fallen?
Klaus Bartels
Kommentar
Für mich, als
Bibelleser, Gott und Jesus Christus gläubiger Mensch, dieses WORT-Verdrehung
zeigt wie, seit Tausenden von Jahren, der Satanskraft auf dem menschlichen
Geist wirkt, und von Generation zu Generation, die Lüge nur ihre Kleider
wechselt, aber ihrem ZIEL NICHT!
1 Petrus 5:8
Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der
Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge.
---------------------------------------------
„gehört es zur Natur des
christlichen Glaubens, dass er das menschliche Leben zur Entfaltung bringt […];
so stellt er eine hervorragende Art von Humanismus dar.“4 Das Beste
in jeder Kultur ist Ausdruck für den Reichtum des Evangeliums:
„Jeder Mensch, jedes Volk ist dazu gerufen, auf die Liebe des Herrn mit
seinen Qualitäten, seinen Talenten, seinen spezifischen Möglichkeiten zu
antworten. Auf diese Weise drückt unsere persönliche Kultur und die unseres
Volkes die allgemeine christliche Berufung aus, die auf individuell
verschiedene Weisen inkarniert ist.“5 Am Schluss lud der Papst ein zur
„lebendigen und fruchtbaren Symbiose von Glauben und Kultur, nicht als toter
Abstraktion, sondern als Existenz voll überströmender Vitalität, bei der das
Geheimnis des Glaubens im Mittelpunkt des täglichen Lebens, der Forschung, der
Lehre, der Arbeit und auch des frohen und brüderlichen Zusammenlebens [der
Menschen und der Völker] steht.“ 6
Die Kulturen:
privilegierter Ort der Vermittlung zwischen dem Evangelium und den Menschen
Bis jetzt habe ich mich darauf
beschränkt, diese Aussagen des Papstes anzuführen. Jetzt will ich zum Ausgangs-
und Zielpunkt eines jeden Glaubens und einer jeden Kultur zurückkehren, den der
Papst genannt hat: „der unendliche Reichtum des göttlichen Wortes“. Er sprach
die Einladung aus:
„Euch alle rufe ich zu einem erneuerten Bündnis mit der ewigen Weisheit,
zur Entdeckung des wunderbaren Universums, das unsere Intelligenz erfassen
kann, weil es Ausdruck einer Intelligenz und Werk einer Liebe ist.“ 7
Das göttliche Wort ist die
Weisheit. Mit dieser Weisheit müssen wir von Neuem ein Bündnis schließen. Das
Bündnis mit der ewigen Weisheit lässt an ihr auf allen Ebenen ihres Erscheinens
teilhaben.
Die Geheimnisse Gottes offenbaren, die Geschöpfe hervorbringen,
wiederherstellen, vervollkommnen - das alles sind Werke der göttlichen Weisheit,
die dem Wort Gottes, Jesus Christus, der Fleisch gewordenen Weisheit eigen sind8.
Man kann zwei privilegierte Bereiche ihres Erscheinens unterscheiden. Auf der
einen Seite das Evangelium, das Offenbarung des Heilplanes der Weisheit Gottes
ist; sie geschieht durch seinen Sohn, sein sichtbares Abbild. Die Offenbarung
rettet, indem sie alle Dinge in ihm wiederherstellt und zusammenfasst. Auf der
anderen Seite sind die verschiedenen Kulturen als Frucht der Weisheit der
Völker in ihrer Aufwärtsbewegung ein Wiederschein der Weisheit Gottes, die
schafft und vervollkommnet.
Die Kulturen sind der Ort, an dem sich die Schöpfung am meisten ihrer selbst
bewusst wird. Daher nennen wir das Beste bei den Völkern „Kultur“: den Gipfel
ihrer Kunst, die Spitze ihrer Technik, das, was erlaubt, dass ihre politischen
Organisationen das Gemeinwohl suchen, dass ihre Philosophie Rechenschaft gibt
von ihrem Sein, dass ihre Religionen sich durch den „Kult“ mit dem
Transzendenten verbinden. Aber diese Weisheit des Menschen, die ihn dazu bringt,
von der Kontemplation - vom Schauen und Nachdenken - her sein Leben zu
beurteilen und zu ordnen, wird nicht abstrakt und auch nicht individuell oder
plötzlich gegeben; es ist vielmehr eine Kontemplation dessen, was mit den
Händen erarbeitet wurde, eine Kontemplation, die ihren Ursprung hat im Herzen
und im Gedächtnis der Völker, eine Kontemplation, die sich vollzieht durch die
Geschichte hindurch undim Laufe der Zeit.
So wie Christus, die inkarnierte Weisheit Gottes, der einzige Mittler zwischen
Gott und den Menschen ist, könnte man sagen, dass die Kulturen der Völker als
Ausdruck ihrer Weisheit der privilegierte Ort der Vermittlung zwischen dem
Evangelium und den Menschen sind; das wird garantiert durch die Tatsache, dass
sie die Frucht des gemeinsamen Bemühens im Lauf der Geschichte sind. Das
Absolute des Evangeliums findet gerade im Herzen der Kultur der Völker, in
ihrer tatsächlichen und weisen Art, nach transzendenten Werten ihr tägliches
Leben zu ordnen, einen fruchtbaren Boden, auf dem der Mensch aus eigenem
Antrieb wächst; das ist die Art und Weise Gottes, zu evangelisieren,
hervorzubringen, wiederherzustellen und zu vervollkommnen.
Wenn wir uns darauf besinnen, dass Glaube und Kultur aus dem unendlichen
Reichtum des göttlichen Wortes kommen und dass dieses gleichzeitig Grund und
Sinn, Quelle und Fülle ist, nehmen wir für die Begegnung von Glaube und Kultur
nach dem doppelten Aspekt der Evangelisierung der Kultur und der Inkulturation
des Glaubens „ein weisheitliches Moment“ in Anspruch, das seinem Wesen nach
vermittelnden Charakter hat und den Ursprung (Bewegung der Schöpfung) und die
Fülle und das Ziel (Bewegung der Offenbarung) garantiert. Auf die Weise, wie
die Weisheit, die schafft und plant, unter uns auf dem Weg war, so beteiligt
sie sich am Formen des Erkenntnisprozesses selbst und macht, gerade weil sie
Vermittlerin ist, ein „Moment“ des Erkenntnisaktes aus: ein Moment, das
„Begegnung“ mit sich bringt - in diesem Fall zwischen Glauben und Kultur -, und
fundamental ein weisheitliches Moment ist.
Das weisheitliche Moment in der Beziehung Evangelium - Kultur, das die Rede von
„die Kultur evangelisieren und das Evangelium inkulturieren“ benützt,
entspricht dem Wesen der Weisheit selbst, deren Hauptakt die Kontemplation ist:
Schau Christi im Glauben, vermittelt durch das Evangelium und die Kirche; Schau
einer jeden Kultur.
Die weisheitliche Schau der Kulturen verlangt an erster Stelle, dass ihre
höchsten und tiefsten Ursachen in den Blick genommen werden, weil es dem Weisen
eigen ist, die letzten Ursachen in den Blick zu nehmen (sapientis est
altissimas causas considerare)9. Sie verlangt an zweiter Stelle,
dass ihre Ursachen in ihren und durch ihre Verwirklichungen betrachtet werden.
Tatsächlich verbirgt sich die tiefe Weisheit der Völker in den einfachsten
kulturellen Handlungen und Werten. Es geht um die Weisheit, die alles ordnet,
bis in die kleinsten Einzelheiten hinein, und die sich trotzdem nicht in der
Form eines Befehls äußert10. Das Dokument von Puebla zum Beispiel
blickt auf die Kontemplation als Erkenntnisweise, die dem „weisheitlichen
Moment“ der Begegnung von Glaube und Kultur angeboren ist, und spricht von der
Liebe zu den Völkern als Ausgangspunkt, um sie kennenzulernen „nicht nur auf
wissenschaftliche Weise, sondern auch aufgrund der ihr angeborenen Fähigkeit zu
verstehen, die ihr die Liebe gibt“ 11.
Auf die Einladung von Johannes Paul II., ein „erneuertes Bündnis“ mit der
ewigen Weisheit zu suchen, sind wir von der Betrachtung des fleischgewordenen
Wortes zum „weisheitlichen Moment“ im Prozess der Begegnung zwischen Glaube und
Kultur gekommen; bei ihr schließt die Kontemplation eine konnaturale Fähigkeit
ein, das Evangelium und die Kulturen zu verstehen, die uns nur von der
liebevollen Weisheit gegeben wird.
Inkulturation
und Heiligkeit
In diesem Zusammenhang gebrauchte
P. Pedro Arrupe, Generaloberer der Gesellschaft Jesu, das damals neue Wort
„Inkulturation“ bei der Bischofssynode von 1974 über die Evangelisierung. Er
war es, der mit dem Mut eines Propheten - eines Propheten, der die Geschichte
der ersten Jesuitenmissionare (Franz Xaver, Ricci, Valignano, Desideri, De
Nobili, Barzana, Roque González de Santa Cruz, José de Acosta usw.) neu zu
lesen wusste - 1978 einen langen und dichten Brief über die Inkulturation an
die ganze Gesellschaft Jesu geschrieben hat. Er war es, der, angesichts der so
verschiedenen kulturellen Situationen in Indien und aus Sorge für das Werk der
Evangelisierung, Ausbildungshäuser (für das Philosophie- und Theologiestudium)
in der Sprache und Kultur von Gujarati, Hindi, Tamil und Marathi geschaffen
hat. Er war es, der zu Studien über dieses Thema an der Universität Gregoriana
in Rom ermutigt und der jede Anstrengung, im Verständnis dieser komplizierten
Problematik voranzukommen, unterstützt hat.
Gerne erinnere ich an diesen Mann - wir Jesuiten durften über lange Jahre seine
väterliche Art erfahren -, der als junger Missionar in Japan mit Bleistift und
Papier zur Predigt der Bonzen ging, um die Logik des Denkens jenes Volkes zu
entdecken, zu dem er gesandt war, und um dann diese Logik bei seiner Predigt
des Evangeliums anzuwenden.
Die Grundlage für diese Anstrengung ist das Wissen, dass es für die Aufgabe,
die Kulturen zu evangelisieren und das Evangelium zu inkulturieren, eine
Heiligkeit braucht, die den Konflikt nicht fürchtet und die zu Ausdauer und
Geduld fähig ist. Diese Heiligkeit schließt vor allem ein, dass man keine
Furcht vor dem Konflikt hat, sie verlangt parrhesia (das klare und offene Wort),
wie der heilige Paulus sagt. Dem Konflikt ins Auge schauen, nicht um in ihn
verstrickt zu werden, sondern um ihn zu überwinden, ohne ihn zu überspielen.
Dieser Mut hat einen mächtigen Feind: die Furcht. Diese kann uns angesichts
extremer Haltungen von der einen und der anderen Art zur schlechtesten extremen
Haltung führen, die es gibt, nämlich zum „Extremismus der Mitte“, der jede
Botschaft zunichtemacht. Die parrhesia ist schöpferisch und lässt sich daher
von keinem Extremismus umgarnen. Die apostolische parrhesia ist also eine der
Eigenschaften dieser Heiligkeit, die heute im Bereich der Kultur aktiv werden
muss.
Der heilige Roque González de Santa Cruz sagte in einem Brief an seinen
Provinzial P. Diego de Torres:
„Hier lebe ich und sterbe zugleich und fürchte den Verstand zu verlieren,
da mein Kopf müde ist und niedergedrückt wird durch den ständigen Krieg, den
ich mit vielen Skrupeln und großer Einsamkeit und Melancholie führe; dennoch
sage ich, dass ich entschlossen bin, hier zu bleiben, auch wenn ich tausendmal
sterben und tausendmal den Verstand verlieren müsste; es wären für mich nicht
Verluste, sondern Gewinne.“ 12
Und das ist eine zweite
Eigenschaft der Heiligkeit, die besonders für die Aufgabe, die Kulturen zu
evangelisieren und das Evangelium zu inkulturieren, von uns verlangt wird:
Ausdauer und Geduld, die andere Seite des Mutes, die hypomone. Es ist die
tägliche apostolische Geduld, die uns dazu bringt, dem Leiden und dem Fest, der
Freude und dem Schmerz ins Auge zu blicken. Geduld, Ausdauer, Ertragen - sie
öffnen unser Herz dafür, dass wir mit unseren Brüdern diese Werte teilen, die
unserer Pastoral der Kultur sicherlich einen schöpferischen Sinn einflößen
können.
Der Mut und die Geduld, die parrhesia und die hypomone, werden immer am Kreuz
gegeben, führen in die Schmiede des Kreuzes. Der heilige Roque bezieht sich
beim Erzählen der zahllosen Widrigkeiten und Verfolgungen, die ihm bei seiner
apostolischen Arbeit begegneten, selber auf das Kreuz:
„Es war wirklich ein großer Akt der Verehrung, dass die Indios vor der
Kirche ein Kreuz aufgerichtet haben. Nachdem wir ihnen den Grund gesagt hatten,
warum wir Christen das Kreuz verehren, haben alle, wir und sie, das Kreuz auf
den Knien verehrt. Auch wenn es das letzte ist in diesen Gegenden, hoffe ich in
unserem Herrn, dass es ein Anfang sei und dass viele andere aufgerichtet
werden.“ 13
Das Zeichen des Kreuzes erinnert
an jenes Kreuz, an dem das Wort sein Erlösungswerk vollendet hat, indem es sich
vollständig in die Natur der Menschen, in unsere Kultur einfügte: und es fügte
sich ein indivise und inconfuse (ohne Trennung und ohne Vermischung).
(Aus dem Italienischen übertragen von Klemens Stock SJ.)
***
Papst
Franziskus liest Jorge Mario Bergoglio
In einem Satz zusammengefasst:
Papst Franziskus liest Jorge Mario Bergoglio SJ - und approbiert einen dreißig
Jahre alten Text. Weil er im Lichte der neuen Funktion als Bischof von Rom und
vor dem Hintergrund der abgeschlossenen zweiten Familiensynode (Oktober 2015),
auf der die Frage einer zeitgemäßen Sprache kirchlicher Verkündigung und die
Frage des Verhältnisses von Kultur und Glaube eine wichtige Rolle spielten,
neue Aktualität und damit Bedeutung erhalten hat.
Der Text „Glaube an Christus und Humanismus“, den Antonio Spadaro SJ1 in
der Ausgabe 3970 vom 28. November 2015 der Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“
in italienischer Übersetzung, zusammen mit einer redaktionellen Einleitung,
veröffentlicht hat2, erschien im spanischen Original zuerst in der
Zeitschrift „Stromata“ 3, der 1944/45 unter dem Namen „Ciencia
y Fe“ gegründeten und 1965 umbenannten Zeitschrift der beiden Fakultäten für
Philosophie und Theologie der Universität von Salvador in San Miguel,
Argentinien - in zwei Teilen.
Ein
internationaler Theologenkongress von 1985
Die Neuveröffentlichung auf
Italienisch - die Klemens Stock SJ, emeritierter Professor am Päpstlichen
Bibelinstitut in Rom und langjähriger Sekretär der Päpstlichen Bibelkommission,
ins Deutsche übertragen hat - stellt, unter Weglassung der üblichen
anlassbedingten Grußadressen an verschiedene Autoritäten, eine Kompilation der
kurzen Eröffnungs- („Discurso inaugural“) und der Schlussrede („Palabras de
clausura del Congreso“) des damaligen Kollegsrektors dar, der die Funktion des Präsidenten
des Kongresses innehatte.
Die internationale Tagung führte Wissenschaftler aus Latein- und Nordamerika,
Afrika, Asien und Europa zusammen. Die Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
ist in den „Stromata“ ebenfalls abgedruckt4. Die meisten von ihnen,
etwas über fünfzig, kamen naturgemäß aus Argentinien, Jesuiten (darunter Juan
Carlos Scannone, Bergoglios Lehrer), andere Ordensleute und weitere Personen.
Die anderen lateinamerikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammten aus
Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Paraguay, Peru,
Uruguay, aus der Dominikanischen Republik und aus Venezuela. Afrika war mit
zwei Repräsentanten, aus Kamerun und Zaire, vertreten, Asien mit drei (China
und Indien), die USA (Virgilio Elizondo) und Kanada jeweils mit einem, Europa
mit sieben Vertretern aus Italien, Frankreich (Kardinal Paul Poupard, Jean-Yves
Calvez SJ), Spanien und Deutschland, darunter Peter Hünermann aus Tübingen und
Michael Sievernich SJ aus Frankfurt (Sankt Georgen).
Anlass des vom 2. bis 6. September 1985 dauernden Kongresses war die Erinnerung
an den 400. Jahrestag der Ankunft der ersten Jesuiten in Argentinien
(1585-1985)5: „Evangelisierung der Kultur und Inkulturation des
Evangeliums“ (Evangelización de la cultura e inculturación del evangelio). Die
einzelnen Beiträge waren der historischen Rückschau, der aktuellen Problematik,
der theologischen Reflexion und weiterführenden pastoralen Perspektiven
gewidmet (Momento Histórico, Problemática Actual, Reflexión Teológica,
Perspectivas Pastorales). Als Koordinator fungierte der argentinische Jesuit
Diego Javier Fares6, der zu einem engen Vertrauten von Jorge Mario
Bergoglio werden sollte, jetzt in Rom arbeitet und Mitglied der Redaktion der
„Civiltà Cattolica“ ist. Sein im Juni 2015 erschienener Artikel über die
Gestalt des Bischofs bei Papst Franziskus („La figura del vescovo in Papa
Francesco“) wurde im Sommer 2015 im Vorfeld der Bischofssynode in verschiedenen
Sprachen, darunter auch auf Deutsch7, veröffentlicht; eine
erweiterte Fassung in Buchform hat Papst Franziskus zum Abschluss der
Familien-Bischofssynode allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geschenkt.
Die Doppelausgabe von „Stromata“ (Julio - Diciembre 1985 - No. 3/4 -
Extraordinario) dokumentiert sämtliche Wortbeiträge des Kongresses8,
der dann 1988 auch in Buchform erschienen ist9. Es existiert auch
eine englische Übersetzung, die bereits am 16. November 2015 in der
Jesuitenzeitschrift „America“ (New York) 10 und am 19.
November 2015 auf der Website des britischen Online-Journals „Thinking Faith“
gepostet wurde11.
Ein
„Pastoralista“ mit dem Ohr zum Volk
Jorge Mario Bergoglio war
unmittelbar nach seiner Zeit als Provinzial der argentinischen Jesuitenprovinz
(1973-1979) zum Rektor des Kollegs „San José“ in San Miguel (1980-1986) im Gran
Buenos Aires ernannt worden. Gleichzeitig wirkte er als Pfarrer. Der
internationale Theologenkongress, dessen Thema nach Daniel Deckers „Bergoglio
aus dem Herzen gesprochen“ gewesen sein dürfte, war „Höhepunkt und Abschluss
seiner Zeit als Rektor des Colegio“:
„Er, der sich als Provinzial und Rektor vehement gegen die Übernahme
europäischer Denkformen wie den Marxismus, die protestantische Aufklärung oder
eine kritiklose Wissenschaftsgläubigkeit gestemmt hatte, kann nun erleben, dass
seine Bemühungen Früchte getragen haben: damit aber auch die Bemühungen der
argentinischen Theologen der ersten und zweiten Generation, die seit Mitte der
sechziger Jahre versucht hatten, eine Theologie des Volkes zu formulieren.“12
Diese „Theologie des Volkes“13 ist
eine argentinische Variante eigener Prägung der Befreiungstheologie, die der
„Pastoralista“ Jorge Mario Bergoglio repräsentiert:
„Papst Franziskus war und ist kein Wissenschaftler […]. Und doch ist er ein
faszinierender Theologe, seine Ansprachen und Predigten sind von einer
impliziten Theologie geprägt, die aus dem spezifisch argentinischen Weg der
Rezeption des 2. Vatikanischen Konzils erwächst und die der von den ,curas
villeros‘ gelebten ,Option für die Armen‘ verbunden ist.“14 Natürlich
gilt: „Stil ist noch keine Theologie.“15
Aber auch wenn die Kirche seit
März 2013 keinen „Professor Dr. Papst“ hat, gibt es nach Sievernich doch zu
denken, wenn gerade aus dem innerkirchlichen Bereich Stimmen laut werden, die
sich „über die ,Copacabana-Theologie‘ des neuen Papstes“ lustig machen:
„Eine Theologie, die auf Fragen der Adressaten antwortet, nimmt ihren
Kontext in den Blick, bleibt nicht selbstbezüglich, sondern geht an die
Peripherien. In diesem Sinn darf man ,Theologie‘ nicht auf dogmatische Summen
oder akademische Produkte beschränken, sondern muss auch dem theologischen
Gehalt der Ansprachen und Gesten, der Frömmigkeitspraxis der Leute und der
Jugendspiritualität nachspüren.“ 16
Der jetzt unter dem Titel „Glaube
an Christus und Humanismus“ veröffentlichte Text gibt einen frischen,
unmittelbaren Einblick in das Denken von Jorge Mario Bergoglio aus den
1980er-Jahren. Als Papst ist sich der ehemalige Novizenmeister, Provinzial,
Rektor, Seelsorger, Weihbischof (1992), Erzbischof (1997) und Kardinal (2001)
Jorge Mario Bergoglio treu geblieben. Sein Denken lässt Linien erkennen:
„Das theologische Profil von Papst Franziskus erschließt sich wesentlich
aus den Quellen einer gelebten ignatianischen Spiritualität und jesuitischen
Programmatik einerseits, und andererseits aus der in seinem
lateinamerikanischen Heimatland Argentinien geübten pastoralen und episkopalen
Praxis mit besonderem Sensus für das Volk (Gottes). Diese Quellen sind
freilich, um bei der Metapher zu bleiben, nicht so beschaffen, dass ein Schluck
aus ihnen genügen würde, vielmehr muss man lebenslang daraus trinken.“ 17
Wer - wie Marco Politi -
beobachtet, das „Ende der imperialen Kirche“ bedauert und über den „Pfarrer im
Vatikan“18 tuschelt, durchlebt wechselvolle Zeiten. „Wird die
Kirche jesuitisch?“, oder besteht die ernsthafte Alternative „jesuitisch oder
franziskanisch?“: „Die Kirche soll nicht jesuitischer werden, sondern sie geht
zu Jesus und zur Schrift zurück; zugleich übersetzt sie das Christentum besser
in die heutige Zeit und wird in diesem Sinn moderner.“19
In seinen Überlegungen „Glaube an Christus und Humanismus“ begegnet ein Jorge
Mario Bergoglio, dessen Quellen der Inspiration, ob zitiert oder nicht, wie ein
aufgeschlagenes Buch sind: die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des
Zweiten Vatikanischen Konzils vom Dezember 1965, das Apostolische Schreiben
„Evangelii nuntiandi“ von Papst Paul VI. vom Dezember 1975 - sein eigenes
Apostolisches Schreiben vom November 2013 „Evangelii gaudium“ nimmt nicht nur
semantisch darauf Bezug, sondern weiß sich diesen beiden wichtigen kirchlichen
Wegstationen inhaltlich verpflichtet -, das Dokument der III.
Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats in Puebla (CELAM) vom
Februar 1979.
Neben der Rede von Johannes Paul II. vor Professoren und Studierenden der
Universität Löwen (Belgien) vom 20. Mai 1985 („promuovere una pastorale
dell’intelligenza“, „een pastoraal van het intellect tot ontwikkeling“20)
sind Thomas von Aquin („Scriptum super libros sententiarum“, „Summa contra
gentiles“, „Sententia libri ethicorum“) sowie das Puebla-Dokument zitiert,
außerdem zwei Briefe des in Paraguay geborenen, in Brasilien verstorbenen
Jesuitenmissionars und Märtyrers Roque González de Santa Cruz (1576-1628), der
1988 heiliggesprochen werden sollte. Ohne Quellenangabe erwähnt ist ein Text
des damaligen Generaloberen der Jesuiten, Pedro Arrupe SJ (1907-1991), der im
Mai 1978 - in der Nacharbeit der 32. Generalkongregation des Ordens 1974/75 (an
der Jorge Mario Bergoglio als Provinzial teilgenommen hatte) - einen Brief an
die ganze Gesellschaft Jesu „Über die Inkulturation“ gerichtet hatte21.
Dauerbrenner
Inkulturation
Man muss nur noch das
Schlussdokument der V. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und
der Karibik in Aparecida vom Mai 2007 dazu denken - auf Jorge Mario Bergoglio
„beziehungsweise die vier Theologen aus Argentinien, die er als seine Berater
mit nach Brasilien mitgenommen hat, gehen der Aufbau und weite Passagen des
Schlussdokumentes zurück“22 -, und man hat die wesentlichen
Quellen beisammen. Jorge Mario Bergoglio weiß, wo er nachschauen, wen er
zitieren, worauf er hinweisen muss.
Er kennt auch die Halbwertszeit kirchlicher Dokumente: „Wenn du wissen willst,
was die Kirche glaubt, dann gehe zum Lehramt […], aber wenn du wissen willst,
wie die Kirche glaubt, dann gehe zum gläubigen Volk.“ 23 Fast
ironisch bemerkt er später in „Evangelii gaudium“: „Ich weiß sehr wohl, dass
heute die Dokumente nicht dasselbe Interesse wecken wie zu anderen Zeiten und
schnell vergessen werden.“ (EG 25)
Doch die Frage, wie das Evangelium bei Menschen ankommen, „landen“ kann, heute,
in einer Sprache, die auch verstanden wird, bleibt aktuell. Inkulturation ist
ein Dauerbrenner. Es kann also nicht verwundern, dass Papst Franziskus in
seiner Ansprache zum Abschluss der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der
Bischofssynode am 24. Oktober 2015 das Thema erwähnt hat:
„Tatsächlich sind die Kulturen untereinander sehr verschieden, und jeder
allgemeine Grundsatz - wie ich sagte: die vom Lehramt der Kirche genau
definierten dogmatischen Fragen - jeder allgemeine Grundsatz muss inkulturiert
werden, wenn er beachtet und angewendet werden soll. Die Synode von 1985, die
den zwanzigsten Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils
feierte, hat die Inkulturation beschrieben als die ,innere Umformung der
authentischen Kulturwerte durch Einbindung in das Christentum und zugleich die
Einwurzelung des Christentums in die verschiedenen menschlichen Kulturen‘. Die
Inkulturation schwächt nicht die echten Werte, sondern zeigt deren wahre Kraft
und ihre Authentizität, denn sie passen sich an, ohne sich zu verwandeln, ja,
sie bewirken gewaltlos und stufenweise eine Umformung der verschiedenen
Kulturen.“ 24
Die Evangelisierung der Kultur
wie die Inkulturation des Evangeliums gehören zum „Kerngeschäft“ der Kirche.
Sonst beschäftigt sie sich nur mit sich selbst. Und selbst die vielzitierte,
als programmatisch empfundene kurze Rede von Kardinal Bergoglio im sogenannten
Vorkonklave, die Kirche sei „aufgerufen, aus sich selbst heraus und an die
Ränder zu gehen“25, taucht der Sache wie der Diktion nach bereits in
einer Katechese vom März 2005 auf:
„Fassen Sie Mut und denken Sie die Pastoral und die Katechese von den
Rändern her, denken Sie an diejenigen, die am weitesten entfernt sind, die in
der Regel nicht in die Kirche gehen. Auch sie sind zum Hochzeitsmahl des Lammes
geladen. Vor einigen Jahren habe ich bei einem EAC zu Ihnen gesagt: Kommen Sie
heraus aus Ihren Löchern! Heute sage ich es noch einmal: Kommen Sie heraus aus
der Sakristei, dem Pfarrbüro, den VIP-Lounges, gehen Sie hinaus! Und vor allem
praktizieren Sie eine Katechese, die niemanden ausgrenzt, die andere Rhythmen
beherrscht und offen ist für die neuen Herausforderungen dieser komplexen Welt.
Seien Sie keine starren Funktionäre, keine Fundamentalisten einer Planung, die
ausgrenzt.“ 26
„Pastorale und spirituelle Leitmotive“ 27 des
Erzbischofs von Buenos Aires und vormaligen Seelsorgers und Jesuitenoberen, so
Sievernich, sind durchgängig sichtbar und lassen das Profil von Papst
Franziskus erkennen. Er hat sich am 13. März 2013 nicht neu erfunden28.
Das zeigt auch der Text „Glaube an Christus und Humanismus“.
Andreas R. Batlogg SJ
Dr. theol., Jesuit und Publizist, war bis 2017 Chefredakteur der Monatszeitschrift
„Stimmen der Zeit“ Quelle: Stimmen der Zeit 141 (2016), Heft 2, S. 75-86
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright © Verlag Herder, Freiburg.
https://www.herder.de/stz/
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Nochmal die Frage, haben diese Worte/Lehre/Haltung
und Behauptungen, etwas mit dem WORT GOTTES ZUTUN?
🔴Aber es geht noch weiter, mit dem falschen
Propheten und ihre falsche Lehre!
"HumanismusPlus"
Kampagne
für Persönlichkeitsbildung
„HumanismusPlus“ ist eine
Initiative des Zentrums für Ignatianische Pädagogik, die sich für umfassende
Persönlichkeitsbildung in jesuitischer Tradition einsetzt.
Welche Bildung wollen wir heute? Worin besteht ihr Zweck? Welchem
Menschenbild entspringt sie? Angesichts technologischer und gesellschaftspolitischer
Umbrüche ist es an der Zeit, Bildungsfragen wieder grundlegend zu denken und in
den öffentlichen Raum zu tragen. Heute startete im Rahmen einer
Online-Veranstaltung die Kampagne „HumanismusPlus“, mit der das Zentrum für Ignatianische
Pädagogik (ZIP) über die nächsten Jahre für seinen Ansatz einer
umfassenden Persönlichkeitsbildung in jesuitischer Tradition werben
wird.
Hier weiter lesen: https://www.jesuiten.org/news/kampagnenstart-humanismusplus
➖ https://zip-ignatianisch.org/materialien-humanismusplus/
🔴... tja... wiedermal ein Täuschungsmanöver!
HumanismusPlus
ist nichts anderes als TRANSHUMANISMUS!
Sehen und lesen sie selbst
Nun, mit dem Worte zu jonglieren und die Menschen hinten Licht zu führen,
ist eine JESUITISCHE SPEZIALITÄT! Das basiert sich auf, Sophistik,
Kasuistik und Probabilismus, eine DOGMATISCHE LEHRE der Moraltheologie,
mittlerweile wird in alle Bereiche des Lebens angewendet, denn das war
das eigentliche Ziel des Jesuiten! Die Kirche Roms / Römisches Reich-
ANTICHRIST wieder an der WELTLICHER MACHT zu bringen, „koste, was es wolle“
(siehe, Schwur der Jesuiten)!
🔵Kasuistik:
CASUISTRY
( engl.), Substantiv –
https://webstersdictionary1828.com/Dictionary/casuistry
Die Wissenschaft oder Lehre von Gewissensfällen; die
Wissenschaft, Fälle von zweifelhaftem Anstand zu lösen oder die Rechtmäßigkeit
oder Unrechtmäßigkeit dessen zu bestimmen, was ein Mensch tun kann, durch
Regeln und Prinzipien, die aus den heiligen Schriften, aus den Gesetzen der
Gesellschaft oder aus Gerechtigkeit und natürlicher Vernunft stammen.
Casus foederia. Der vertraglich festgelegte Fall; das,
was unter die Bedingungen von compact fällt.
Die Gesellschaft Jesu war von ihrer
Gründung an bekannt für ihre mit Eifer betriebene Kasuistik. Für die im praktischen
Leben auftretenden möglichen moralischen Entscheidungsfälle entwickelten sie an
Hand eines Systems von Geboten einen Katalog, der es ihnen erlaubte, im Voraus
das rechte Verhalten zu bestimmen. Dabei kam es gezwungenermaßen zu
Spitzfindigkeiten, da nicht jeder lebendige Fall einem entsprechenden
Musterfall im Katalog zugeordnet werden konnte und somit die Interpretationen
sehr individuell ausfielen. Hartmann schreibt dazu:
„In der Tat bewirkte die von den Jesuiten
propagierte Einordnung der Gewissensfälle und der Sünden in den Kontext des
subjektiv agierenden Menschen, dass man dessen Handeln weniger hart und somit
großzügiger beurteilte, als etwa die besonders sittenstrengen Jansenisten“
Die Jansenisten warfen dem
jesuitischen Kasuismus deshalb Laxheit und mangelnde Konsistenz vor.
·
https://archive.org/search.php?query=subject%3A%22Jesuitismus%22
·
https://archive.org/search.php?query=subject%3A%22Jesuitenmoral%22
🔵Sophistik:
SOPH'ISTRY (engl.), Substantiv - https://webstersdictionary1828.com/Dictionary/sophistry
1. Denkfehler; Argumentationston
nur im Schein. Diese Männer haben die Natur der Dinge durch ihre falschen
Prinzipien und ihre erbärmliche Spitzfindigkeit
verdunkelt und verwirrt
Was ist Sophismus?
Es ist bekannt als Sophistik für falsche
Argumente oder Argumente, die mit dem Ziel formuliert wurden, den Gegner irrezuführen.
Was seine Etymologie betrifft, so kommt Sophismus
vom Wort Sophist griechischen Ursprungs Sophía, was
"Weisheit" bedeutet, und Sophos , das
"weise" ausdrückt.
Sophismus kann alle falschen Argumente bezeichnen,
aber in der Logik bezieht sich ein Sophismus speziell auf Argumente, die
richtig erscheinen, aber nicht korrekt sind. Ein ziemlich verbreitetes Beispiel
für Sophistik ist das Argument: "Alle Frauen benehmen sich schlecht."
Sophismus kann als fehlerhafter Syllogismus
angesehen werden, dh. als Darstellung falscher oder wahrer Prämissen, deren
Schlussfolgerung nicht angemessen ist und die den Zweck hat, etwas zu
verteidigen und den Gesprächspartner zu verwirren. Zum Beispiel: Alle
Männer sind sterblich / die Katze ist sterblich / Männer sind Katzen.
Die Synonyme des Sophismus sind unter anderem: Betrug, Täuschung,
Erscheinung, Irrtum, Falschheit.
Im Englischen ist der Begriff Sophisterei Sophismus .
Arten von Sophismen
Die Sophismen scheinen korrekt zu sein, sind aber logisch
irreführend. Die Sophismen
liegen im Bereich der Rhetorik und wir können sie allgemein in alltäglichen
Beispielen finden, wie unten beschrieben.
Sophismus des Unfalls:
Er versucht, den Unfall mit dem Wesentlichen zu
verwechseln. Beispiel: Gestern habe ich hart gelernt, damit ich eine gute Note
bekomme.
Sophismus
Unkenntnis der Ursache:
Die wahre Ursache wird nicht als Ursache definiert
und eine andere wird als Ursache verwendet. Beispiel: Dieser Unfall war Gottes
Strafe.
Sophismus
Unkenntnis der Frage:
Ein Satz wird ignoriert und betont etwas, das
keinen Bezug zum Thema hat. Beispiel: Du interessierst dich nicht für mich /
Aber ich bringe dir immer Geschenke.
Sophistische
Forderung nach einem Prinzip:
Ein Argument wird als Prinzip verstanden und ohne
es zu demonstrieren, werden Schlussfolgerungen gezogen. Beispiel: Ich bin ein
harter Arbeiter und deshalb habe ich keine Geldprobleme.
Sophismus des Teufelskreises:
Ein Satz wird mit einem anderen geprüft, der zweite
mit dem ersten. Beispiel: Wenn Sie kein Geld haben, verkaufen Sie unsere
Produkte, die zum Verkauf stehen, für 100 Pesos.
Sophismus der
Induktion oder falsche Verallgemeinerung:
Was für manche Individuen charakteristisch ist,
wird einer Gruppe zugeschrieben. Beispiel: Alle Amerikaner sind unwissend.
Sophismus der Analogie:
Einige Ähnlichkeiten zwischen mehreren werden
der Einfachheit halber geschlossen. Beispiel: Alle Männer sind
Machos.
Irrtum und
Sophismus
Sophismus ist ein absichtlicher Irrtum, bei dem der
Einzelne eine falsche oder ungültige Schlussfolgerung zieht, um den anderen zu
täuschen.
Im Bereich der Logik besteht ein Irrtum darin, aus
falschen Sätzen eine bestimmte falsche Schlussfolgerung zu ziehen. Aufgrund des
oben Gesagten nähert sich Aristoteles 'Philosophie dem Irrtum als Sophismus,
einer falschen Argumentation, um andere zu täuschen.
Sophist
Sophist ist die Person, die mit Sophismen
argumentiert. Der Name Sophisten wurde einer Gruppe griechischer Meister der
Rhetorik und der Kunst des Streitens gegeben. Die Sophisten erscheinen als
Folge der kulturellen und sozialen Bedingungen Griechenlands im frühen 5.
Jahrhundert vor Christus.
Im Prinzip waren die Sophisten angesehen,
beauftragt, die Bewohner zu erziehen und die Führer zu beraten. In der Zeit von
Platon und Aristoteles wurden sie jedoch als Betrüger und Lügner bezeichnet, da
sie durch ihre Reden Individuen täuschten. Aufgrund der obigen Ausführungen
wurden die Sophisten von den Philosophen Platon und Aristoteles nicht
unterstützt, da die raffinierten Argumente zurückgewiesen wurden.
·
https://archive.org/details/sind-die-jesuitengegner/page/84/mode/2up
·
https://archive.org/details/der-brenner-betrachtungen-uber-vergil-13.-ausgabe-herbst-1932-theodor-haecker
·
https://pierer.de-academic.com/189245/Jesuiten
🔵Probabilismus -
PROBABIL'ITY, , Substantiv [lateinisch
probabilitas. See Probable]
https://webstersdictionary1828.com/Dictionary/probability
1. Wahrscheinlichkeit; Schein der Wahrheit; der
Zustand eines Falls oder einer Tatsachenfrage, der sich aus überlegenen
Beweisen oder einem Übergewicht der Argumente auf einer Seite ergibt, was den
Verstand dazu neigt, es als Wahrheit zu akzeptieren, aber einen gewissen Raum
für Zweifel lässt. Sie hat daher keine moralische Gewissheit, sondern
produziert das, was man Meinung nennt.
Wahrscheinlichkeit
ist das Erscheinen der Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung zweier Ideen
durch das Eingreifen von Beweisen, deren Zusammenhang nicht konstant ist, aber
größtenteils so erscheint.
Demonstration
produziert Wissenschaft oder bestimmtes Wissen; Beweis erzeugt Glauben
und Wahrscheinlichkeitsmeinung .
1. Alles, was den Anschein von
Realität oder Wahrheit hat. In diesem Sinne lässt das Wort den Plural zu.
Das
ganze Menschenbild ist ein fortwährender Vergleich von Beweisen und Abwägen von
Wahrscheinlichkeiten.
Probabilismus
[lat] - 1.. erkenntnistheoretisch die
Ansicht, daß man in der Wissenschaft und Philosophie nicht zu einer sicheren
Erkenntnis gelangen kann, sondern
sich mit einer mehr oder weniger großen Wahrscheinlichkeit begnügen müsse; 2. moralische
Lehre, nach der bei Handlungen, die nicht unmittelbar durch
moralische Normen verboten sind, einer hinlänglich probabeln (wahrscheinlichen)
Meinung gefolgt werden darf, selbst wenn die entgegengesetzte Ansicht probabler
ist. Der Probabilismus taucht bereits im Konfuzianismus und Buddhismus auf.
Er findet sich in der antiken Philosophie in der Sophistik, bei
den Vertretern der zweiten und dritten Akademie (arkeselaos, karneades,
kleitomachos), bei Ciceros, und wird später auch bei den Kirchenvätern
der Patristik und in der Scholastik erörtert Zu
einer systematischen moralischen Lehre wurde der Probabilismus jedoch erst
durch die Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert entwickelt. Das Problem, das
dem Probabilismus zugrunde liegt, ist die auf der Grundlage eines wertabsoluten
Denkens in besonderer Weise Schwierigkeiten bereitende Frage nach der Befolgung
allgemeiner moralischer Normen im einzelnen Fall und in einer konkreten
Situation. Diese Frage wurde für die Jesuiten zu einem ernsten Problem,
weil die vorherrschende Tendenz zum -> Nominalismus auch
auf moralischem Gebiet den Blick für das Einzelne und Konkrete schärfte. Dazu
kam, daß sich mit dem sich entwickelnden Kapitalismus viele neue
gesellschaftliche Beziehungen und Verhaltensweisen herausbildeten, die vom
Standpunkt der christlichen Moral beurteilt werden mußten. Auch spielte
eine große Rolle, daß die Jesuiten als Träger der Gegenreformation in
verschiedener Hinsicht eine Handlungsweise zu rechtfertigen hatten, für die
es kein Vorbild gab und die zur bisherigen christlichen Tradition auf
moralischem Gebiet im Widerspruch stand (z.B. die Erlaubtheit des
Tyrannenmordes, der unter den Bedingungen der Herrschaft protestantischer,
d.h. ketzerischer Herrscher für die Jesuiten aktuell wurde). Um diese
Probleme zu lösen, entwickelten katholische
Philosophen (Bartholomäus de Medina, G. Vazquez u. a.) den
probabilistischen Grundsatz, daß das Bestehen eines moralischen Gebots nicht
immer eindeutig sei und daß unter solchen Umständen auch einer probablen Meinung gefolgt
werden darf. Als probabel galten die durch eigene Gründe gestützte Ansicht
und weit mehr noch die durch theologische Autoritäten begründeten Auffassungen.
In der Praxis führte dieser Grundsatz, den die Jesuiten jedem Rigorismus
entgegen als besonders lebensnahe ausgaben, zu einer umfangreich
ausgearbeiteten Kasuistik übler Art, in der die verwerflichsten Handlungen als
moralisch erlaubt nachgewiesen wurden. Wenn darum in späterer Zeit der Ausdruck
«Jesuitenmoral» sehr oft in verächtlicher Weise gebraucht wurde, so geht
dies zurück auf die in der ersten Zeit des Bestehens des Jesuitenordens von
seinen Mitgliedern auf probabilistischer Grundlage entwickelten moralischen
Lehren. Da das Moralsystem des Probabilismus sehr oft in Konflikt mit den
überlieferten christlichen Moralanschauungen geriet, entstand um den
Probabilismus ein heftiger Streit, der sich lange hinzog und zum Teil bis in
die neuere Zeit reicht. In diesem Streit wurden noch andere Auffassungen
entwickelt, die teils als Nebenformen des Probabilismus erscheinen, teils ihm
auch entgegentreten:
1. der Laxismus: besteht kein
unzweifelhaftes Verbot, darf im eigenen Interesse entschieden werden, wenn
überhaupt irgendwelche Gründe angebbar sind (A. Diana, A. Escobar, J. Caramuel) ;
2. der Äquiprobabilismus: von zwei sittlichen
Meinungen darf die eine nur dann befolgt werden, wenn sie ebenso probabel ist
wie die ihr entgegenstehende (A. von Liguori, Redemptoristen);
3. der Probabiliorismus: von zwei sittlichen
Meinungen darf nur die probablere befolgt werden;
4. der Tutiorismus (Rigorismus): es darf nie eine
probable Meinung, sondern immer nur eine ganz sichere befolgt werden. Während
der Laxismus und der Tutiorismus von der katholischen Kirche verurteilt wurden,
sind die anderen zwei Formen in der katholischen Philosophie bis in die
Gegenwart verbreitet.
Der Probabilismus wurde nach seiner systematischen Ausbildung im 17.
Jahrhundert heftig angegriffen, wobei sich von katholischer Seite vor
allem die Jansenisten (-> Jansenismus) hervortaten. Bedeutung
erlangten dabei besonders die 1656/57 erschienenen Lettres á un
provindal (Briefe gegen die Jesuiten 1907) Pascals, in
denen er, wenn auch nicht immer völlig objektiv, so doch im allgemeinen
zutreffend, den Probabilismus widerlegte und
seine verderblichen Folgen mit bleibender Wirkung bekämpfte. Auch andere
Philosophen, vor allem von protestantischer Seite, wandten sich
entschieden gegen diese Lehre, So urteilte z.B. kant (IV 860): «Ob eine Handlung überhaupt recht
oder unrecht sei, darüber urteilt der Verstand, nicht das Gewissen. Es ist auch
nicht schlechthin notwendig, von allen möglichen Handlungen zu wissen, ob sie
recht oder unrecht sind. Aber von der, die ich unternehmen
will, muß ich nicht allein urteilen, und meinen, sondern auch gewiß sein,
daß sie nicht unrecht sei, und diese Forderung ist ein Postulat des Gewissens,
welchem der Probabilismus, d.i. der Grundsatz entgegengesetzt
ist: daß die bloße Meinung, eine Handlung könne wohl recht sein, schon
hinreichend sei, sie zu unternehmen.» Ebenso entschieden wandte sich gegen den Probabilismus Hegel (Philosophie
des Rechts § 140), der erkannte, daß diese den Agnostizismus enthaltende Lehre
alle moralische Entscheidung der Willkür des Subjekts anheimstellt, was jede
Sittlichkeit im Innersten zerstören muß.
Editorische
Anmerkungen
Der Text wurde
entnommen aus:
Buhr,
Manfred, Klaus, Georg
Philosophisches Wörterbuch Band 2, Berlin 1970, S. 874f
OCR-Scan red.
trend
Was ist o. was bedeutet JESUIT?
JES'UIT, Substantiv s wie z. Einer
der so genannten Gesellschaft Jesu, gegründet von Ignatius Loyola; eine
Gesellschaft, die für ihre List bei der Verbreitung ihrer Prinzipien
bemerkenswert ist.
https://webstersdictionary1828.com/Dictionary/Jesuit
1. JESUIT, Angehöriger
des Jesuitenordens
2. Mensch, der trickreich und oft wortverdrehend [in
geschliffener Rede] zu argumentieren versteht und den man für unaufrichtig hält
Gebrauch
bildungssprachlich
abwertend, oft als Schimpfwort
https://www.duden.de/rechtschreibung/Jesuit#Bedeutung-1
https://docdro.id/TZM0gV
Besondere Schwerpunkte der jesuitischen Arbeit liegen traditionell in der Beeinflussung der Jugend
und auf dem Gebiet der Wissenschaft,
und das seit ca. 500 JAHREN
Mehr Info.Quellen, über der Unheiligen Jesuiten:
·
Jesuit Ratio Studiorum -1599
·
https://archive.org/details/@laura01567?query=jesuiten
·
https://archive.org/details/@joggler
·
https://archive.org/details/der-schwur-eid-der-jesuiten-komplett_202105
·
https://www.docdroid.net/hFZN5Mz/die-gesetze-der-unheiligen-jesuiten-pdf
·
https://archive.org/details/b6622efc54aa61be50e78e06d981df28
·
http://www.freiheitistselbstbestimmtesleben.de/pdf/Jesuit-Ruled_CFR.pdf
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