Archäologen haben die verschollenen Worte Jesu gefunden – die Kirche hat sie nie aufgezeichnet
1500 Jahre lang verbarg das Nordufer des Sees Genezareth ein Geheimnis unter Schlamm und Seewasser. In El-Araj stieß ein Ausgrabungsteam, das „nur eine weitere Ruine“ erwartete, auf die Fundamente einer prächtigen byzantinischen Kirche – erbaut direkt über einem Fischerhaus aus dem ersten Jahrhundert. Unter dem Schlamm fanden sie eine beeindruckende Mosaikinschrift, die Petrus als „Anführer und Befehlshaber der himmlischen Apostel“ und „Schlüsselträger“ bezeichnete – eine Formulierung, die die Debatte um die wahre Rolle des Petrus und die Ursprünge der päpstlichen Autorität neu entfachte. Die eigentliche Überraschung aber war eine schwache, fast verblasste Linie in einem kreisförmigen Rahmen, die erst durch hochmoderne Bildgebung sichtbar wurde: ein Ausspruch, der als direkte Rede Jesu formuliert ist und in keiner Evangelienhandschrift zu finden ist: „Behütet mein Haus, denn ich gehe hin, den Himmel zu bereiten.“ Sollte er authentisch sein, handelt es sich um eine Agrapha – einen verlorenen Ausspruch Jesu –, der mit einem bestimmten Ort auf der Erde verbunden ist, genau dem Ort, den die frühen Christen für Petrus’ Heimat und eine „Botschaft“ des Himmels hielten. Es deutet Petrus als Wächter eines physischen und spirituellen Tores, während Christus oben den Himmel bereitet. Ist das nur eine schöne alte Geschichte oder ein Gebot aus der Zeitkapsel, das für uns bestimmt ist und gerade in einer Zeit wiederentdeckt wurde, in der die Welt am meisten aus den Fugen gerät?








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